
22.12.2011 | 10 000 Euro helfen Schulen und Botanischem Garten
Gütersloh (mab). Bernhard Reiling hat der Stadt Gütersloh 10000 Euro gespendet. "Wir haben ein ziemlich gutes Jahr hinter uns gebracht", sagte der Inhaber der Marienfelder Recycling-Unternehmensgruppe. Nach dem Stress, den das Aufstellen der blauen Papiertonnen in Gütersloh mit sich gebracht hatte und den aktuell guten Altpapierpreisen habe er überlegt, den Bürgern etwas zurück zu geben. 2008 stellte das Marienfelder Unternehmen Reiling erstmals in Gütersloh blaue Altpapiertonnen auf. "Das ist gut angenommen worden", erzählt der Fimenchef. Mittlerweile stehen in der Dalkestadt 10 000 dieser Tonnen, weitere 12 000 von der Firma Tönsmeier.
Bürgermeisterin Maria Unger, Beigeordnete Christine Lang und Dezernent Joachim Martensmeier freuten sich entsprechend. Das Geld wollen sie zu gleichen Teilen für die Anschaffung von Schulcomputern in, zwei Gütersloher Grundschulen und für eine Aktion im Botanischen Garten verwenden. Der besteht im kommenden Jahr 100 Jahre. Das Jubiläum soll groß gefeiert werden.
"Wir haben in Gütersloh einen sehr hohen Reinheitsgrad" freute sich Reiling-Geschäftsführer Andreas Uhlen. Nur 1 bis 1,5 Prozent des Tonnen-Inhalts zähle nicht zum Papier. Schön wäre es, wenn auch Kunststoffreste entfernt würden, aber nicht zwingend erforderlich.
Jährlich werden in acht Abholgebieten, vor Ort 1800 Tonnen Papier gesammelt. Das Altpapier werde zu Partnerfirmen in Münster und anderen Städten gebracht und abgepresst, danach an eine niederländische Papierfabrik verkauft.
Die Firma Reiling beschäftigt sich mit der Aufbereitung und Vermarktung von Sekundärstoffen, besonders dem Recycling von Papier, Holz und Kunststoff. Sie würde Anfang der 30er-Jahre von Konrad Reiling, dem Großvater des heutigen Inhabers, als Rohstoffhandel in Gütersloh am Kamphof gegründet. Dessen Sohn Bernhard Reiling erweiterte das Unternehmen 1957 mit der Altglassammlung in Gütersloh.
Jetzt, in dritter Generation, beschäftigt das Unternehmen in Marienfeld 150 Mitarbeiter, hat bundesweit zehn Standorte und jeweils zwei in Dänemark und Polen. Insgesamt sind 500 Mitarbeiter beschäftigt.
(Quelle: "Die Glocke" 23.12.2011)
14.11.2011 | Reiling investiert vier Millionen Euro
Marienfeld (jau) - Egal ob das Marmeladenglas oder die Champagnerflasche – Glas lässt sich ohne Qualitätsverluste wiederverwerten. Das Marienfelder Recycling-Unternehmen Reiling hat jetzt in eine neue Altglas-Aufbereitungsanlage mit Röntgentechnik vier Millionen Euro investiert.
„Trennen ist gut, aufbereiten ist besser“, sagte Firmenchef Bernhard Reiling (51) am Freitag während der Präsentation vor gut 60 Geschäftspartnern aus der Glasindustrie. Glasklare Innovation – das wird in dem Marienfelder Unternehmen groß geschrieben. „Und daher setzen wir auf die neueste Anlagentechnologie in der Aufbereitung“, berichteten Bernhard Reiling und Geschäftsführer Andreas Uhlen. Schon im November 1986, also vor 25 Jahren, war Reiling mit einer neuen Altglas-Aufbereitungsanlage seiner Zeit voraus. Und die Firma ist es auch heute. Die Sortiermaschine, deren Entwicklung das Unternehmen bereits vor fünf Jahren initiiert und mit zwei amerikanischen Hightech-Firmen vorangetrieben hat, erkennt und separiert glaskeramische und metallische Verunreinigungen sowie Sondergläser (Bildschirm- und Laborgläser). Keramik, Porzellan oder Steine – die Anlage spürt Störstoffe wie diese mit Röntgenfluoreszenz-Analysegeräten in einem Arbeitsgang oder in getrennten Durchläufen aus und sortiert sie aus. Durch die direkte Prüfung der chemischen Zusammensetzung der Scherben ist das System im Gegensatz zu den herkömmlichen Bildauswertungs-Systemen sehr unempfindlich gegenüber Beeinträchtigungen wie Feuchtigkeit, Papier- oder Kunststoffteilen. „Wir versprechen uns von der neuen Anlage mit den Röntgen-Sortiermaschinen einen Wettbewerbsvorteil und damit auch die Sicherung des Standorts Marienfeld“, unterstrich Bernhard Reiling, der an der Bussemasstraße Kunststoff (PET) und Glas recycelt.
14. Juni 2011 | Neue Eigentümer für das ADVANSA Polyester Geschäft in Europa
Hamm, Deutschland, 14. Juni 2011- Sabanci Holding hat heute veröffentlicht, dass sie ihre Anteile an Ihrer Polyestertochter ADVANSA BV in Europa verkauft hat.
Die Firma wurde durch eine Gruppe von Investoren übernommen, einschliesslich einem führenden europäischer Recycler, der auch einer der Rohstofflieferanten von ADVANSA in Deutschland ist. Die Investorengruppe besteht ebenso aus Mitgliedern des Managements von ADVANSA in Europa.
Unter den neuen Eigentümern, wird ADVANSA alle Niederlassungen in Europa einschliesslich der Polyesterfaserproduktion in Deutschland fortführen. ADVANSA behält alle exklusiven europäischen Rechte an ehemaligen Du Pont Polyester Markennamen und Technologien. Die Firma wird ihre bedeutenden Investitionen in das Markennamenmarketing sowie Forschung und Entwicklung beibehalten.
Die türkischen Aktivitäten von ADVANSA, die Frima SASA, bleibt im Mehrheitsbesitz der Sabanci Holding als gelistete Unternehmung an der Istanbuler Börse.
ADVANSA wird SASA in Europa hinsichtlich des Verkaufs von Polyesterfasern,- filament und -polymeren weiterhin repräsentieren.
Dr Heinz Meierkord, Geschäftsführer von ADVANSA kommentierte '' ADVANSA's starkes Portfolio von Brands, Technologie und technischen Faserspezialitäten werden zentrale Element der Unternehmesstrategie bleiben. Der Eigentümerwechsel sichert eine langfristige Zukunft des Geschäfts und stärkt ADVANSA's Position als führendes Unternehmen in auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Polyesterfaserproduktion.
ADVANSA hatte in 2010 in Europa einen Umsatz von etwa 150 Millionen Euro. Details zum Wert der Transaktion wurden nicht mitgeteilt.
Über ADVANSA
Mit Sitz in den Niederlanden ist ADVANSA hauptsächlich in Euroa, Mittlerer Osten und Afrika activ.
ADVANSA ist ein führender Lieferant von Polyester-fasern und -filamenten in der Region.
ADVANSA hat einen Jahresumsatz von mehr als 150 Millionen Euro. Die Firma besitzt eine Produktionsstätte in Deutschland und Marketing sowie Logistikzentren in Europa, Asien und USA.
Sabanci Holding
Die Sabanci Holding ist die Muttergesellschaft der Sabanci Gruppe, Türkeis führendem Industrie- und Finanzkonglomerat.
Die Hauptgeschäftsbereiche umfassen Finanzservice, Automotive, Reifen und Reifenverstärkungsmaterial, Einzelhandel, Zement und Energie.
Die Sabanci Holding ist an der Istanbul Stock Exchange gelistet und hat Mehrheitsbeteiligungen an 11 ebenfalls an der ISE gelisteten Unternehmen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
ADVANSA (Cohn&Wolfe)
Marie-Amelie ROGUET
37 rue de Bellefond
F-75009 PARIS
marie-amelie.roguet@cohnwolfe.com
1./2. März 2011 | Starke Signale aus Freiberg: Innovationsforum \"Life-Cycle-Strategien\" schafft internationale Bündnisse gegen Rohstoffknappheit
Im Konferenzsaal des Deutschen Brennstoffzentrums im sächsischen Freiberg blieb kaum ein Stuhl leer: 152 Vertreter von Unternehmen, Forschungsinstituten und Universitäten sind gekommen, um sich zum Thema Lebenszyklus und Wiedergewinnung von seltenen Metallen auszutauschen. Die mittelständische Firma Loser Chemie hatte zum Innovationsforum geladen und das Interesse war groß. Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Ungarn, Bulgarien, Tschechien und sogar aus den USA und Kanada nach Freiberg.
Der Journalist und Buchautor Dr. Franz Alt, der als Gastredner auf dem Forum war, brachte es auf den Punkt: " Es gibt keinen Ersatzplaneten. Wir haben nur diese Erde und sollten sorgsam mit unseren Ressourcen umgehen." Alt betonte, wie wichtig es sei, regenerative Energien wie Sonne, Wind und Wasser zu nutzen. Doch damit sich Windräder überhaupt drehen können, werden Rohstoffe benötigt, beispielsweise so genannte Seltene Erden. Nur mithilfe dieser Hightech-Metalle können Generatoren für Windräder gebaut werden. Sie finden sich aber auch in Handys oder Computerbildschirmen. Eine große deutsche Tageszeitung bezeichnete Seltene Erden unlängst als das "Öl der Zukunft", denn sie werden immer knapper und teurer. Die weltweite Förderung liegt zu 97 Prozent in chinesischer Hand. China exportiert von Jahr zu Jahr weniger und die Nachfrage steigt kontinuierlich.
Eine fatale Situation, insbesondere für rohstoffarme Länder wie Deutschland. Doch statt nur über die Gewinnung neuer Rohstoffe nachzudenken, stellt sich die Frage nach deren Lebenszyklus. Momentan werden gerade mal ein Prozent der Seltenen Erden recycelt. Ähnlich verhält es sich mit wertvollen Metallen wie Indium oder Gallium. Diese Stoffe werden unter anderem für die Herstellung von Solarzellen genutzt. Auch um die umweltfreundliche Energie der Sonne zu speichern, werden Rohstoffe benötigt. Photovoltaikmodule enthalten unter anderem Metalle wie Cadmium, Indium und Gallium. Nach 20 bis 25 Jahren werden die Module altersschwach und landen dann oftmals auf dem Müll. Wertvolle Rohstoffe gehen dadurch verloren.
Dr. Wolfram Palitzsch, chemisch-technischer Leiter von Loser Chemie, hat die Veranstaltung gemeinsam mit Geschäftsführer Ulrich Loser ins Leben gerufen, um Bündnisse für die Wiedergewinnung wichtiger Metalle zu schaffen. In einem Pilotprojekt konnte Palitzsch bereits nachweisen, dass er eine Methode gefunden hat, alle so genannten Dünnschicht-Solarmodule, die nicht auf Siliziumbasis hergestellt sind, sauber zu recyceln. So kann unter anderem Indium wiedergewonnen werden. Immerhin 374 Gramm Indium finden sich nach dem Recyclingprozess in einem Kilo getrocknetem Feststoff.
Die wertvollen Metalle sollen künftig durch die Verknüpfung chemischer und physikalischer Methoden noch sauberer und effizienter zurückgewonnen werden. Daran forscht Prof. Dr. Martin Bertau von der TU Bergakademie Freiberg, der in Zukunft eng mit Palitzsch zusammenarbeiten wird. Professor Bertau erläuterte, dass mit dem chemisch-physikalischen System Rohindium gewonnen werden kann, welches einen Reinheitsgrad von mehr als 99 Prozent hat. Mit derselben Methode könnten auch Seltene Erden recycelt werden. Dr. Wolfram Palitzsch hat bereits Versuche gestartet, um aus dem Leuchtstoffpulver von Energiesparlampen Seltene Erden wiederzugewinnen. Wie groß das Interesse daran ist, zeigte sich auch auf dem Innovationsforum. Teilnehmer aus Österreich, Bulgarien und Deutschland berieten hier über die erste europäische Partnerschaft zum Thema Recycling von Seltenen Erden.
Außerdem haben sich innerhalb der Förderperiode des Forums vier große Konsortien gebildet, die sich mit der Wiedergewinnung wertvoller Metalle beschäftigen. Ihre Gründung ist auf der Tagung bekannt gegeben worden. So werden sich zum Beispiel Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf und der TU Bergakademie Freiberg gemeinsam mit der G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft Freiberg und Loser Chemie der mikrobiellen Rückgewinnung strategisch relevanter Metalle widmen. Ein großes Bündnis aus sieben Forschungseinrichtungen und drei Unternehmen, unter der Leitung der Technischen Universität Berlin, will neue Ansätze zur Wiedergewinnung von Metallen aus Elektro- und Elektronikschrott finden. Ein weiteres Konsortium trägt den Namen "Integriertes Recycling von Dünnschicht-Photovoltaikmodulen". Professor Martin Bertau von der TU Bergakademie Freiberg wird das Projekt leiten und mit Loser Chemie sowie dem Recycling-Unternehmen Reiling zusammenarbeiten. Auch das ist ein Ergebnis der Freiberger Veranstaltung: Loser Chemie hat mit Reiling einen Partnerschaftsvertrag abgeschlossen. Die Firma Reiling nutzt das von den Solarmodulen wiedergewonnene Glas. Auf diese Weise kann das Photovoltaik-Recycling in großem Maßstab finanziert werden.
Im Rahmen des Innovationsforums ist sogar eine amerikanische Firma auf das Pilotprojekt zum Photovoltaik-Recycling aufmerksam geworden. Die Anlage von Loser Chemie soll demnächst auch in den USA aufgestellt werden. Die Organisatoren, Dr. Wolfram Palitzsch und Ulrich Loser, sind mit den Ergebnissen der Veranstaltung sehr zufrieden: "Die ersten großen Arbeitspakete sind geschnürt und wir gehen davon aus, dass sich nach Auswertung der Veranstaltung weitere Partnerschaften etablieren werden", resümiert Palitzsch. Und so verabschieden sich die internationalen Teilnehmer des Forums dann auch mit: "We keep in touch! - Wir bleiben in Verbindung!" (Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung/ Im Blickpunkt)
24.09.2010 | Neues Joint Venture für PET-Flaschenrecycling
Für Abfüller und Handel will die neugegründete EKG PET-Recycling GmbH & Co KG in Hamm deutschlandweit ein kompetenter Partner für die Entsorgung von Post-Consumer-Getränkeflaschen aus PET sein. Das Gemeinschaftsunternehmen der PKR PET-Kunststoffrecycling GmbH aus Beselich und der Reiling-Gruppe mit Sitz in Hamm verfügt nach eigenen Angaben über eine Wasch und Aufbereitungskapazität von insgesamt 70.000 Tonnen.
Von deutschlandweit auf mehrere Standorte verteilten Anlagen verspricht sich das Unternehmen schnelle und flexiblere Reaktionen auf die jeweiligen Kundenwünsche. Da die EKG PET-Recycling zudem über eigene Logistikressourcen verfügt, ist sie in der Lage ihren Vertragspartnern flächendeckend Entsorgungssicherheit zu garantieren, teilten die beiden EKG-Gesellschafter in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Die gebrauchten PET-Getränkeflaschen führt EKG in einen geschlossenen Kreislauf zurück. Die Reiling-Gruppe und die PET-Kunststoffrecycling stellen je nach Kundenanforderung verschiedenste Qualitäten von PET-Flakes bis PET–Regranulaten her. Reiling und die zur Schoeller-Gruppe gehörende PKR verfügen über jeweils zwei PET-Recyclinglinien. Geschäftsführer der EKG ist Erik Schoester.
(Quelle: EUWID Kunststoff - Magazin, Kunststoff Nr.38 v. 23.09.2010)
30.07.2010 | Reiling errichtet neue Betriebsstätte in Osterweddingen
Die Reiling Glas Recycling GmbH & Co. KG errichtet in Osterweddingen (Landkreis Börde) einen Recyclingbetrieb zur Verwertung von Altglas, welches das Unternehmen von Glaswerken und Solarfirmen beziehen wird. Das Unternehmen investiert bis zu 20 Mio. Euro in die neue Betriebsstätte und schafft damit in der Endausbaustufe zwischen 50 und 100 neue Dauerarbeitsplätze. Als Grund für die Wahl des Standortes nennt das Unternehmen, das in Marienfeld (Nordrhein-Westfalen) seinen Hauptsitz hat, die hohe Dichte von Glaswerken und Solarunternehmen in Sachsen-Anhalt.
Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff erklärte dazu: „Sachsen-Anhalt hat sich zum Glasstandort Nummer eins in Deutschland entwickelt. Die guten Bedingungen hinsichtlich Rohstoffverfügbarkeit und Infrastruktur dürften in großem Maße dazu beigetragen haben. Ich bin hocherfreut darüber, dass sich nun auch ein Unternehmen bei uns ansiedelt, welches das Altglas auch wieder verwertet. Dies stärkt nicht nur die Branche und damit die Wirtschaft Sachsen-Anhalts insgesamt, es ist zugleich eine wichtige Ergänzung zur bestehenden Wertschöpfungskette und hat auch positive Effekte auf die Umwelt.“
Der Gesellschafter der Reiling Glas Recycling, Bernhard Reiling, sagte: „In den 50er-Jahren haben wir schon früh mit dem Glasrecycling begonnen. Heute zählen wir zu den Spezialisten auf diesem Gebiet. Da ist es eine Selbstverständlichkeit für uns, am Standort Osterweddingen zu investieren. Unsere Partnerschaft zur Glasindustrie als versierter Glasrecycler möchten wir auch in Zukunft mit aller Kraft und dem uns zur Verfügung stehenden Engagement vorantreiben.“
Der Aufbau des Standortes soll nach Angaben der Reiling Glas Recycling GmbH & Co. KG in drei Phasen erfolgen: 1. Phase: Umschlag von Hohl- und Flachglas zur Transportkostenminimierung, 2. Phase: Aufbereitung von Hohlglas, Flachglas und Solarmodulen, 3. Phase: Aufbereitung von Photovoltaikmodulen aus dem Rückbau veralteter Solaranlagen.
In Sachsen-Anhalt gibt es derzeit vier große Flachglaswerke: Euroglas in Haldensleben, Euroglas und f | glass in Osterweddingen sowie Guardian in Wolfen/Thalheim. Als weiteres großes Glaswerk kommt noch Agenda-Glas in Gardelegen hinzu; das Werk produziert Behälterglas.
(Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt)

29.04.2010 | Reiling eröffnet neues Werk in Hamm-Uentrop
Die Reiling Kunststoffrecycling GmbH nimmt in den nächsten Wochen ihr zweites Recycling-Werk für gebrauchte PET-Flaschen am Standort Hamm-Uentrop in Betrieb. In die Anlage wurden nach Angaben des Unternehmens über 10 Mio € investiert. Die Input-Kapazität beträgt, laut Geschäftsführer Andres Uhlen, rund 25.000 Jahrestonnen PET-Flaschen aus dem Einwegpfandsystem. Daraus sollen jährlich rund 15.000 Tonnen heiß gewaschene, kristallklare Flakes erzeugt werden, für die Faser und Bottle-to-Bottle-Produktion vor allem in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die Anlage, die derzeit in der Anlaufphase ist, soll ab Mitte März an sieben Tagen die Woche, rund um die Uhr laufen.
Uhlen zufolge werden künftig bis 40 Mitarbeiter in Hamm-Uentrop beschäftigt.
Die Reiling-Gruppe baut mit der neuen Anlage ihre PET-Recyclingkapazität deutlich aus. 2007 war am Stammsitz in Marienfeld für rund 2,5 Mio € eine erste PET-Recycling-Anlage errichtet worden. Beide Anlagen zusammen verfügen über eine Jahreskapazität von etwa 45.000 Tonnen PET-Flaschen. Wie Uhlen sagte, könne das Werk Hamm-Uentrop um eine zusätzliche Heißwaschlinie erweitert werden. Die neue Anlage sei nach aktuellen Erkenntnissen konzipiert worden. Bei der Flaschensortierung werde auf Komponenten der Firmen Stadler Anlagenbau GmbH und Titech GmbH gesetzt. Für die Heißwaschung vertraut Reiling auf den Anlagenbauer STF GmbH aus Aicha.
(Quelle: EUWID Recycling und Entsorgung - Magazin, Ausgabe: 38/2010)